Montag, 23. März 2009

GASTKOMMENTAR (meines Vaters): Urlaub

Den Beginn unseres Trips hat Anna-Lena (A.L.) bereits geschildert. Auf Bali haben wir uns zunächst im Bereich Kuta eine Unterkunft gesucht. A.L. kannte diese Gegend bereits und hat dann mit dem Taxifahrer am Flughafen verhandelt. Das Ergebnis war: Weniger Geld und weniger gefahrene Strecke. In Entfernung und Euro bedeutete dass: Ca. 1 km gegen Mitternacht mit 17 kg Rucksack bei 80% Luftfeuchtigkeit und 30 °C ---- gespart: ca. 30 Cent!!!!.
Die Unterkunft war dann sauber und ordentlich und vor allem bis zum Strand max. 5 Gehminuten. Hier in diesem Teil Bali's war "shoppen", dass heißt anschauen, weil die größte Hemdennummer immer noch zu klein war, und natürlich ab und an ein leckeres Eis.
Stichwort essen: Während des gesamten Aufenthaltes wurde sich fast immer aus den kleinen Strassenständen (Warung genannt) ernährt. Leckere kleine frittierte Fischen (Stintgröße), dazu Reis und ein bischen Sosse gab es incl. Getränk für ca. 1-2 €. Getränke bedeutete entweder lauwarm (Umgebungstemperatur) aus der Flasche, mit Eis unbekannter Herkunft aus einem für indonesische Verhältnisse sauberen Glas oder aber dürsten.
Wir haben weder auf kühle Getränke, frittiertes Eis, noch auf Froschsuppe oder andere Dinge verzichtet und dabei verdauungsmäßig keine Probleme gehabt.
Auf Bali haben wir dann auch mal ein Touriressort im Bereich Nusa Dua besucht. Da gab es tatsächlich Menschen, die haben außer des Transfers vom Flughafen zum Hotel nichts von Bali gesehen - Da spare ich mir den langen Flug und suche mir eine näher an Europa gelegene warme Alternative.

Insgesamt eine tolle Insel, die sich stark von dem muslemisch geprägten Java unterscheidet - fängt schon mit "Bintang" an. Bintang bedeutet nicht Guten Tag oder sonst irgendeine Floskel, sondern ist der Name des durchaus schmeckenden Bieres.
Bali haben wir dann mit einer Fähre verlassen und sind fast 5 Stunden nach Lombok getuckert. Da bei Museumsschiffen das freie Umherlaufen an Bord in der Regel nicht gestattet ist, konnte es sich bei dieser Fähre nur um ein noch intaktes Schiff handelt. Hygenische Zustände wie von A.-L. an anderem Ort ausgiebig beschrieben. Nur, konnte man "an Land" im Notfall auch mal im Gebüsch verschwinden, ist dies Möglichkeit auf einem Schiff nicht gegeben. D.h. Augen und vor allem Nase zu, Geschäft erledigen, mit rechter Hand (Kelle) Wasser über den verlängerten Rücken und mit linker Hand reinigen.
Entschädigend war der Blick auf die Vulkane der Inseln und das abendliche Einlaufen der Fähre.

Der nächste Tag führte uns über Lombok und mit Hilfe eines kleinen Auslegerbootes zu einer von drei vorgelarten kleinen Inseln. Dort auf "Gili Trawanga" haben wir uns dann endlich einmal für längere Zeit erholt. Unsere, es war die größte der Inseln, hatte einen Umfang von 7 km. 1km mit Leben gefüllt, an den beiden Ecken jeweils ein weiterer km mit deutlich abnehmendem Publikumsverkehr und der Rest einfach nur flache menschenleerer Strand. Tauchgänge boten Haie, Rochen, Schildkröten, Nacktschnecken, Muränen und.. und.. und.... Das Schnorcheln mit A.L. jedoch war neben Schildkröten und Adlerrochen vor allem durch einen kleinen (ca. 3 m Spannweite) Manta geprägt, der uns 5 Minuten spielerisch umkreiste SUPER.

Diese Insel war absolut geeignet um die letzten Tage Revue passieren zu lassen. Leere weite Strände, warmes Meer, leckere Früchte und Fisch, abends bei Vollmond direkt am Meer einen (oder zwei, oder drei...) Caipirinha zum Stückpreis von 1,30 € und vor allem, wie auch auf Java und Bali, freundliche, herzliche Locals.

Leider ging dann auch diese Zeit vorbei und per Boot ging es wieder Richtung Bali und einer 18 Stunden Busstour zurück nach Semarang. Unterbrochen wurde diese 16 € Tour von einem includierten Mitternachtsbüffet, der Bus hielt irgendwann irgendwo und in einem großen Raum standen Teller, Besteck, Tee, Reis und drei weitere Behälter mit wohlschmeckendem Fleisch bzw. Goulasch. Die zweite Unterbrechung gab es morgens um 6 Uhr, als ein Reifen platzte und dieser erst einmal gewechselt wurde. Die Schnelligkeit in der dieses geschah ließ uns darauf schließen, dass so etwas nicht selten passieren muß.

Unsere letzten gemeinsamen Tage in Semarang verliefen dann wie im Fluge und irgendwann hieß es dann Abschied nehmen. An diesem Abend kamen dann auch zwei Anfang Dezember in Deutschland aufgegebene Pakete endlich an und A.L. Freude über diese unerwarteten Adventsgaben im März war groß.

Abgesehen von den Photo's bleiben mir die Erinnerungen an eine Urlaubszeit, die nicht zuletzt durch die Sprachkompetenz von A.L. dazu geführt hat viele Eindrücke von Land und Leute abseits der Touristenpfade zu gewinnen.

Dafür möchte ich mich bei meiner Tochter ganz ganz herzlich bedanken, es war eine tolle Zeit - jederzeit wieder - , und Ihr für die verbleibenden Monate alles alles Gute wünschen!

Mittwoch, 18. März 2009

Besuch aus Deutschland

Papa ist da! Und was macht man mit Verwandten aus Deutschland, die einen Besuchen wollen?? Natuerlich erst einmal ein kleines indonesisches Waisenhaus zeigen und den "Neuen" als Versuchskaninchen fuer das Englisch der Kinder benutzten - Herzlich Willkommen!
Da ich aber nicht wollte, dass er nach den ersten 2 Tagen schon wieder faehrt und ich gluecklicherweise in den 2,5 Wochen seines Besuches sowieso nicht im Waisenhaus unterrichten haette koennen (Es gab zwischen dem 4.3. und dem 17.3. ein 2 woechiges Workcamp mit Freiwillgen aus Japan im Waisenhaus. Von denen wurde nicht nur mein Stundenplan uebernommen sondern auch mein Zimmer in beschlag genommen.), haben wir uns mit Sairozi im Schlepptau auf den Weg durch Indonesien gemacht. Zuerst ging es nach Yogya um den Borobudurtempel zu bestaunen und uns auf der Malioborostrasse von den Batikhaendlern allerlei typisch indonesisches Souvenirzeugs zeigen zu lassen. Nachdem wir uns 2 Tage durch diese Shoppinghoelle geschlagen hatten, haben Papa und ich uns von Yogya verabschiedet und sind mit dem Flieger nach Bali geflogen.
Ich fliege nie wieder mit Lion Air!!! Das wir lebend aus diesem Flieger wieder ausgestiegen sind, koennte man als achtes Weltwunder bezeichnen! Jeder Lemming, der das Teil gesehen haette, waere vor Glueck in Ohnmacht gefallen.
Es fing damit an, dass bei den Sicherheitschecks noch nicht einmal unsere 1,5l Wasserflaschen entdeckt wurden, weil die Security mit allem, nur nicht dem Gepaeck beschaeftigt war. Danach ging es ans warten, da inser Flug nicht nur der letzte war, sondern auch noch Verspaetung hatte... wegen Reparation lautete die sehr beruhigende Begruendung. Als wir dann das Flugzeug sahen, war uns klar, warum repariert werden musste. Als wir hinten am Schwanz (und nicht wie sonst normal ist, an der Seite) in die Hoellenmaschine einstiegen begruesste uns Klebeband an den Waenden ("sind das die Reparationen, von denen uns eben erzaehlt wurde", ging mir durch den Kopf, waehrend der Drang umzudrehen und doch mit dem Bus nach Bali zu fahren immer groesser wurde). An den Sitzen waren die Tische locker und man konnte durch die Ritzen oben an den Amaturen die Elektrik sehen. Auf dem Klo hatte ich gleich mal anstatt eines Stueckes Klopapier die ganze Rolle in der Hand, waehrend ich staunen konnte, wie viele Luecken, Ritzen und Spalten man in einem so kleinem Raum unterbringen kann. Als ich zurueck zu meinem Platz ging, konnte ich die Blitze des Gewitters bewunders, durch das wir durchflogen und als ich dann die Brochuere mit Gebeten von 5 verschiedenen Religionen las, das eine gute Reise heraufbeschwoeren sollte, klammerte ich mich ein einen einzugen Gedanken: "runter kommen sie alle!".
Ich weiss zwar nicht wie, aber nach den laengsten 45 Minuten meines Lebens bin ich in Denpasar gelandet und gliecklich wie selten zuvor aus diesem Flugzeug, das ich hoffentlich nie mehr wiedersehe, ausgestiegen.

Waehrend Papa und ich unterwegs waren, wurde bei dem workcamp im Waisenhaus das Bad gestrichen... und so sieht es jetzt aus:

Mittwoch, 25. Februar 2009

Richtfest

Am Samstag nach Surabaya war es endlich soweit... das Dach war drauf und es konnte endlich gefeiert werden! Nachdem den ganzen morgen ueber im Waisenhaus fleissig gekocht wurde, konnte am Nachmittag die Party mit Leuten aus dem Dorf, Mitgliedern von meiner Orga IIWC und anderen Freiwilligen starten. Es wurden die ueblichen Indonesischen Reden gehalten, man wartete mehr oder weniger geduldig darauf, dass das Gerede langsam aufhoerte, lies selbst den spontanen Votrag von mir (5 Minuten nach Beginn sagte man mir: "Anna, du musst unbedingt auch was sagen... ist in 10 Minuten ok?" - meine Antwort: "...aehhmm, klar kein Problem" -meine Gedanken: "Schei... was soll ich mir denn jetzt aus den Fingern saugen, ich will nicht reden, sondern essen-ESSEN!!") ueber sich ergehen, ueberlebte auch noch das Gebet und konnte sich letztendlich mit feuereifer auf das Buffett stuerzen. Lecker! Die vielen kleinen Koeche hatten sich selbst uebertroffen und wenn man die Kueche bedenkt in der gekocht wurde ist es gleich doppelt so beeindruckend. Da frag ich mich wie lecker es erst wird, wenn in das neue Gebaude umgezogen wird?!











Den Rest des Tages verbrachten wir dann mit verdauen und die naechste Woche verging dank der Vorfreude auf den bevorstehenden Besuch auch wie im Fluge. Doch bevor er endlich ankam wurde es nochmal stressig...
Am Samstagabend um 9.30Uhr sollte der Flieger in Semarang landen, aber vorher hatte ich noch einiges vor. Am Mittag war ich naehmlich von meiner Orga gebeten worden an dem Englischclub einer Schule teilzunehmen, was eigentlich sehr schoen gewesen waere, haette ich nicht staendig auf die Uhr schauen muessen un zu sehen, ob ich es noch rechtzeitig ins Warung schaffen wuerde um die Ueberraschungs-Abschiedsfeier, die ich fuer Matsu organisiert hatte, vorzubereiten. Wir waren -fuer Indonesische Verhaeltnisse erstaunlich- puenktlich fertig und ich wurde sogar bis ims Warung gefahren. Aber dann begeann das Warten...
Um 16.30h sollten meine Freunde hinkommen um beim Aufbau zu helfen und um 17.00Uhr hatte ich Matsu ins Waisenhaus bestellt um ihn dann "ganz spontan" zum Essen einzuladen. Hmm, ja, das war der Plan. Tatsaechlich kamen meiner Freude erst um 18.00h im Warung an und Matsu war ausnahmsweise puenktlich um 17.00h im Waisenhaus. 50 SMS spaeter und 10 Kilo Schweiss leichter, sind letztendlich alle zusammen um 18.00h im Warung angekommen und die Ueberraschung war doch noch halbwegs geglueckt... puhhh.
Der Abend war dann wirklich nett und spaeter haben wir dann zusammen meinen Vater vom Flughafen abgeholt - natuerlich obligatorische 5 Minuten zu spaet (was in Indonesien eigentlich immer noch eine Viertelstunde zu frueh ist^^)!

Samstag, 21. Februar 2009

Surabaya

...aber bevor ich davon berichte, muss ich gestehen, dass ich es getan habe. Obwohl einer meiner letzten Eintraege noch davon erzaehlt, dass es nie passieren wuerde, habe ich letzte Woche meinen ersten frittierten Grasshuepfer gegessen! -und er hat gar nicht mal so uebel geschmeckt. Ansonsten gab es aber kulinarisch gesehen nicht viele Neuigkeiten, bis auf eine Ausnahme. Ich weiss ja, dass Essen in Indonesien guenstig ist, aber das man Reis mit Kokos-Tofu Sosse mit einem warmen Tee fuer nur 1,500Rp (10cent) bekommt, damit habe selbst ich nicht gerechnet. Sogar die Indonesier waren erstaunt als sie die Rechnung sahen. Nja auf jeden Fall habe ich jetzt ein neues Lieblingswarung, denn geschmeckt hat es auch noch grossartig!
Aber selbst dieses geniale Preis/Leistungsverhaeltnis konnte mich nicht davon abhalten auf Einladung meiner Organisation IIWC fuer 3 Tage nach Surabaya zu fahren um auf einer Messe IIWC vorzustellen.
Und so begab es sich nun, dass ich mich am Dienstagmittag gegen 12.00 in einen indonesischen economy Bus steigen sah. Die Fahrt begann ziemlich ereignislos und bis auf die ueber 30grad Temperaturen bei fehlender air condition, die Tatsache, dass ich mein Wasser vergessen hatte, und den staendig zu- und absteigenden Haendlern und Musikern. Aber das ist ja mittlerweile schon normal fuer mich. Was hingegen nicht normal war, ist der Indonesische President, dem es einfiel gerade in einer der Staedte, die wir auf unserer Reise passieren durften, einen Besuch abzustatten - was eine Wartezeit von 45 Minuten vor einer Polizeisperre bedeutete. Nun gut, ich war gerade dabei gnaedig ueber diesen Vorfall hinwegzusehen, da man sowas natuerlich nicht einplanen kann, als der naechste Streich kam.
Es geschah waehrend eines Ueberholvorganges. Unser Busfahrer (typisch indonesisch staendig am hupen und vordraengeln) wollte hinter einem anderen Bus einen Laster ueberholen. Als der Bus vor uns jedoch einschehrte, sahen wir uns ploetzlich mit einem entgegenkommenden Bus konfrontiert, weshalb unser Bus bremsend zurueck auf seinen alten Platz zurueckfuhr. Dieser Platz war aber schon von einem Mopedfahrer belegt, den unser Bus nun rammte. Das war natuerlich kein Grund fuer unseren Busfahrer anzuhalten, sondern im Gegensatz schnell weiterzufahren und mit dem ueblichen draengeln fortzufahren. Aber selbst in Indonesien kommt man nicht mit allem davon, weshalb unser Bus nach 10 weiteren Minuten von der Polizei angehalten wurde und einer erneute Warterei von 45 Minuten begann, bis uns gesagt wurde, dass wir den Bus wechslen muessen, was ebenfalls ca. 20 Minuten Wartezeit bedeutete.
Der Stau, der uns danach erwartete, ist im Hinblick auf das schon geschehene fast nicht erwaehnenswert, sodass ich letztendlich sagen kann, dass wir gegen 10.00 Uhr abends in Surabaya ankamen (normale Fahrtzeit 7 Stunden).
Von der Stadt selbst habe ich aber gar nicht viel gesehen, da ich den ganzen Tag auf der Messe verbracht habe, aber den kurzen Eindruck, den ich auf dem Weg vom Bahnhof zur Uni (wo die Messe stattfand) bekommen habe, war durchaus positiv. Und letztendlich zaehlen die 8 neuen IIWC Mitglieder, die wir in den 2 Tagen geworben haben.

Bei der Arbeit: an unserem Stand und Vorbereitungen fuer den naechsten Tag

Freitag, 13. Februar 2009

Beschaeftigt

Lange Zeit sah mein Terminkalender hier ja recht leer aus und er wurde nur durch einmalige Aktionen wie auf Austellungen helfen oder einen Vortrag ueber Deutschland halten etc aufgepeppt, aber das hat sich jetzt gluecklicherweise geaendert.
- Ich unterrichte weiter abends (Sonntags-Donnerstags) im Waisenhaus Englisch.
- Montags ist auch weiterhin das Mondaymeeting.
- Montags und Donnerstags gibt es jeweils 2 Stunden Bahasa Indonesia Unterricht.
- Dienstags (letzte Woche auch Donnerstag) bin ich in der Schule und helfe bei der Englischaussprache.
- Freitags gebe ich jetzt Deutschunterricht von 13.00 bis 15.00.
- Sonntags und Dienstags soll es ab jetzt Englischunterricht fuer die Leute aus der Nachbarschaft des Waisenhauses geben.
Und zwischendurch wird den Kinder bei den Hausaufgaben geholfen, Blog geschrieben und Plaene fuer das neue Gebaeude geschmiedet, wenn man nicht gerade zu einem Meeting ins Office gerufen wird (was nicht heissen soll, dass es mir keinen Spass macht 1,5 Stunden im Bus zu sitzen um ins Buero zu fahren...).
So, das war mein Arbeitszwischenbericht. Aber es gab in der letzten Woche ja auch noch andere interessante Zwischenfaelle...
Nachdem ich vor 2 Wochen die Schlange in meinem Zimmer knapp verpasst habe, habe ich ihren ca 1,2m langen und ca. 3cm dicken Bruder vorgestern einen Meter vor meinen Fuessen entlangschlaengeln sehen. Kommentar der Kinder: "Schlangen gibt`s hier viele!"

Das neueHaus, oder ich sollte vielleicht der neue Anbau schreiben, ist auch schon weiter und innerhalb der naechsten Woche soll das Dach raufkommen. Ein Richtfest ist ebenfalls in Planung. Die neusten Fotos (von heute morgen) sind hier:

Freitag, 6. Februar 2009

Neue Aufgaben und neues "Essen"

Fangen wir mit dem neuen "Essen" (ich kann es noch nicht wirklich als Essen bezeichnen) an. Diese Woche war Anis (eins der Kiddies) fleissig am Snacks futtern. Da ich nicht wusste, was es war und natuerlich neugierig auf eine neue indonesische Delikatesse (in der Regel ist das Essen hier immer super lecker) war, habe ich nachgefragt, was sie denn verspeist um dann erstaunt festzustellen, dass es sich um nichts anderes als ... geroesteten GRASHUEPFER!!!! handelt. -Ich habe hier ja schon Froschsuppe und Huehnerfuesse probiert, aber den Grashuepfer habe ich dankend abgelehnt, da sich mein Magen auf einmal seeehhhr viel voller als vorher anfuehlte - woher das nur kam...?

Das neue Gebaeude ist auch schon viel weiter. Die meisten der Waende haben schon ihre entgueltige Hoehe erreicht und in den naechsten Tagen sollten die Waende eigentlich alle komplett stehen. Ich bin mal gespannt, wann das Dach raufkommt. Das Gebaeude wird uebrigens 7x8 Meter gross und beinhaltet 4 neue Raeume: eine Kueche, ein Essraum, ein neues Zimmer fuer die Kinder und eine Art Abstellraum.
Ich habe jetzt endlich auch neue Aufgaben. Nachdem sich an der Uni jetzt schon eine halbe Ewigkeit nichts mehr tut, gehe ich jetzt ein- bis zweimal pro Woche in eine Schule und helfe beim Englischunterricht; vor allem bei der Aussprache. Ausserdem habe ich heute meine erste Stunde Deutschunterricht im IIWC office gehalten. Ab jetzt werde ich hoffentlich jeden Freitag den indonesischen Freiwilligen Deutschunterricht geben.
Und es gibt noch einen weiteren neuen Punkt auf meinem Terminplan. Ab jetzt gibt es naemlich Indonesischunterricht fuer alle Freiwillige, die in Semarang wohnen (juhuu, Glueck gehabt!). Gestern fand er zum ersten Male statt und es ist wirklich hilfreich endlich Fragen bezueglich Grammatik etc stellen zu koennen, wozu man in der Regel ja sonst nicht kommt.
Hier sind die naechsten Bilder vom neuen Haus:

Freitag, 30. Januar 2009

Schlangen und andere ungebetene Besucher

"Ada ularnya di dalam kamarku?!" - WAS? Ich hatte gehofft, dass Setya, einer der Jungs aus meinem Waisenhaus, mich nur veraeppeln wollte, als er mir nachts um 11 sagte ich haette eine Schlange in meinem Zimmer. Als er nach mehrmaligen Nachfragen aber immer noch darauf bestang wurde mir etwas mulmig zumute... also bin ich ins Zimmer gestratzt, wo jedoch nichts mehr zu finden war. Nur leider hat mich das eher beunruhigt, als wenn ich sie noch gesehen haette. Die Schlange aus dem Zimmer zu schmeissen waere naemlich kein Problem gewesen, aber so blieb die Ungewissheit, ob ich am naechsten morgen nun mit einer Schlange auf dem Gesicht aufwachen wuerde oder sie mir aus dem Kleiderschrank entgegenspringt. Dementsprechend schlecht habe ich dann auch geschlafen, aber zum Glueck hat sie sich nicht mehr blicken lassen... die Jungs hatten mich am abend auch schon damit beruhigen wollen, dass die Schlange bestimmt schon ein Stockwerk tiefer ins Maedchenzimmer geschlaengelt ist, sehr beruhigent!









(indonesische Regenzeit... da darf man auf dem Rueckweg vom Internetcafe schonmal seine Schwimmsachen auspacken)

Der naechste Besuch, den ich bekam, war zum Glueck menschlich aber wirklich gefreut habe ich mich ueber ihn auch wieder nicht. Ich habe ja schon oefter ueber das Interesse der Indonesier an Auslaendern berichtet, aber diesmal wurde nochmal einer draufgesetzt. Daran, dass mir auf der Strasse staendig hinterhergerufen wird, habe ich mich schon halbwegs gewoehnt, aber gestern standen auf einmal 3 Schulkinder in meiner Internetkabine und wollten mit mir Englisch ueben. Da diese Kabinen aber gerade mal genug fuer EINEN Europaer (ok vielleicht einen 3/4 Europaer ,da ich mich schon ein bisschen quetschen muss), oder ZWEI Asiaten bietet koennt ihr meine Verwunderung sicher verstehen. Geschlagene 10 Minuten war ich beschaeftigt die Kiddies auf einigermassen freundliche Weise aus der Kabine zu schmeissen, ohne ihnen auch noch meine Handynummer geben zu muessen.
Erfreuliches gibt es aber auch. Die Mauern des neuen Gebaeudes stehen schon zur haelfte und es geht wirklich zuegig voran und ich muss noch nicht mal staendig hinterherfragen, wie beim Badezimmer, sondern es passiert alles ganz von alleine. Die Kinder sind in ihrer Freizeit jetzt auch fleissig am Steine schleppen.









Ach ja, ich bin jetzt uebrigens schon die Haelfte meiner Zeit hier... unglaublich wie schnell alles geht. In sechs Monaten bin ich schon wieder im kalten Deutschland!